Wo stehst du mit deiner Kunst, Kollege?

Eine Art Werkschau und Arbeitsjournal von und mit Bernd Langer und über sich selbst ist gerade erschienen (Juli 2016).
Seit den 1980er Jahren begleitet der Antifaschist Langer die radikale Linke in der Bundesrepublik mit seiner Kunst, in Acryl und in Aktion: vor allem sind das Arbeiten, die den heroischen Geist der Autonomen Antifa illustrieren, Inszenierungen martialischer Großgesten zu einer Idee der Emanzipation, die sich vollends im Kampfgeschehen erschöpft, ergo nicht einmal idyllischer Ausschnitt einer Utopie ist, sondern eigentlich und immer wieder nur das als Sieg ausgepinselte Scheitern des realen Humanismus – an der realen Inhumanität.
Langer lädt zur Kritik ein; und zumindest bietet ›Kunst und Kampf‹ eine gute Gelegenheit bieten, sich mal wieder über das Verhältnis der Linken zur Kunst wie auch zum Kampf zu streiten. – Etwas fehlt. Und das ist die Ästhetik, die revolutionäre Praxis – im Sinne der Feuerbachthesen 1 bis 11.
(Fortsetzung folgt …)

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