Barfuß durch Hiroshima
Als am 6. August 1945, um 8:15 Uhr morgens sechshundert Meter über Hiroshima die Atombombe detonierte, war der damals sechsjährige Keiji Nakazawa einen guten Kilometer vom Hypozentrum entfernt in der Schule.
2015
Architektur ums Ganze: Die Zukunft der Stadt, die Stadt der Zukunft
Vor knapp einem halben Jahrhundert veröffentlichte Alexander Mitscherlich seinen Sammelband ›Thesen zur Stadt der Zukunft‹, ein Nachschlag zu seinem damals für Furore gesorgt habenden Essayband ›Die Unwirtlichkeit unserer Städte‹; im Licht der Debatten um Stadt, Aneignung des städtischen Raums, Recht auf Stadt, urbane Veränderungen, urbaner Widerstand etc.
2015
Der dunkle Augenblick
»Der dunkle Augenblick lässt Geschichte immer wieder beginnen. Er ist Indiz universaler Nichtidentität. Das Dunkel des Augenblicks ist der Punkt, an dem das Faktum der Unvollendetheit von Geschichte sich ablesen lässt.
2015
Vorschule der profanen Erleuchtung
»Hier bietet sich die Vorstellung von einer Musik an, die sich sämtlichen Diskursen verweigert, die einfach nur als eine Art Schwingung, als eine Art imaginär Anderer auf einen zukommt, als fremde Stimme in einer Sprache, die wir nicht verstehen und auch nicht verstehen müssen …
2015
Aufrechter Gang
»Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen; so schwer ist der aufrechte Gang.« – Ernst Bloch
2015
Das Ende der Ästhetik
Zu sagen, Otto Karl Werckmeister beschäftigt sich mit Bildern, klingt banal – aber gar nicht mal, weil Werckmeister Kunsthistoriker ist und sich die Kunstwissenschaft ohnehin mit Bildern beschäftigt, sondern weil sich jede Theorie – sei es Gesellschaftstheorie oder Theorie über die Zusammenhänge der Natur – mit Bildern beschäftigt: das dem Griechischen entlehnte Wort ›Theorie‹ heißt wörtlich ›die Schau des Göttlichen‹ (das Wort ›Theater‹ leitet sich aus demselben etymologischen Stamm ab).
2015
»Die Zeit der Distinktionen ist vorbei« – Günther Anders vs. Martin Heidegger
»Die Antwort auf Feuer ist nicht Prometheus, sondern Wasser. Es gibt Situationen, in denen auf Ursprüngen zu bestehen, unmoralisch ist.« Günther Anders, Frömmigkeitsphilosophie (S.
2015
Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie
Weder der einhundertste Geburtstag Herbert Marcuses im vergangenen Jahr noch der zwanzigste Todestag in diesem Jahr fanden auf dem Buchmarkt größere Beachtung; in der Presse gab es einige Erinnerungsberichte und Aktualisierungsversuche, eine Gedenktagung in Berkeley und die InkriT-Tagung in Berlin – beide 1998 – blieben die Ausnahmen.
2015
Philosophie und Psychoanalyse
Mit ›Philosophie und Psychoanalyse‹ liegt nach ›Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie‹ und ›Kunst und Befreiung‹ nun der dritte Band der ›Nachgelassenen Schriften› Herbert Marcuses vor; herausgegeben von Peter-Erwin Jansen versammelt jeder Band nicht nur bisher schwer oder kaum zugängliche Artikel, Vorlesungsmanuskripte und Interviews Marcuse, sondern auch biografisches Material, Fotografien und Faksimiles.
2015
Menschliche Natur und radikale Praxis
»Im Gegensatz zu dieser [i. e. konformistischen] Ideologie bestehe ich darauf, dass es so etwas wie eine unveränderliche menschliche Natur nicht gibt.« – Herbert Marcuse, ›Ökologie und Gesellschaftskritik‹ (S.
2015