Bild und Gedanke Bild und Gedanke

Gerade erschienen: Gerhard Schweppenhäuser (Hg.), ›Bild und Gedanke. Hermann Schweppenhäuser zum Gedenken‹, Springer VS: Wiesbaden 2017. Darin mein Beitrag ›Radikale Aufklärung‹, S. 43–50. (20)

Streifzüge 67 Streifzüge 67

Die Streifzüge 67 (Sommer 2016) sind erschienen. Thema: Alltag.

ACHTUNG: katzenberg-verlag.de ist wieder online ACHTUNG:
katzenberg-verlag.de
ist wieder online

Die Internetseite vom Katzenberg Verlag ist wieder online, und der Verlag ist über die auf der Seite katzenberg-verlag.de angegebenen (E-Mail-) Adressen erreichbar. (19)

Streifzüge 66 Streifzüge 66

Die neue Ausgabe der Streifzüge ist erschienen.
Thema: Nabelschau.

Ordnung und Fortschritt. Notizen zu Sport und Ideologie anlässlich der Olympiade in Rio Ordnung und Fortschritt.
Notizen zu Sport und Ideologie anlässlich der Olympiade in Rio

In Kürze gibt es hier die Langfassung meiner ›Notizen zu Sport und Ideologie anlässlich der Olympiade in Rio‹, die gerade in der ›iz3w‹ Nr. 353, März/April 2016, erschienen sind.

Streifzüge 65 Streifzüge 65

Die Streifzüge Nr. 64 sind erschienen, Thema: Spiel.

Funktionalismus gestern Funktionalismus gestern

In der kapitalistischen Klassengesellschaft ist der Funktionalismus von Anfang an mit dem Widerspruch behaftet gewesen, sofern nach seinen Maßgaben versucht wurde, eine Gesellschaft zu funktionalisieren, die strukturell gar nicht funktionalisierbar ist.

Manfred Kroboth Manfred Kroboth

25. Januar 1966
bis
25. Oktober 2015.


AUS DEM ARCHIV: HALBBILDUNG VERSUS GEGENBILDUNG.

Die Zeiten, wo man durch Film und Fernsehen etwas lernen kann, sind endgültig vorbei

Die Zeiten, wo man durch Film und Fernsehen etwas lernen kann, sind endgültig vorbei. Überhaupt ist die Annahme einer pädagogischen oder bildungsmäßigen Medienspezifität eine Ideologie. Auch die Lektüre eines Buches macht an und für sich allein noch nicht klüger. Trotzdem trägt das, was seit einigen Jahrzehnten im erziehungswissenschaftlichen Jargon operationalisiert »Lese-Kompetenz« genannt wird, durchaus zum je individuellen »Lernen« bei: Wer lesen kann, hat in dieser Welt einen Vorteil. Fraglich allerdings, ob dieser Vorteil bildungsrelevant ist, nämlich relevant in Hinblick auf Selbstermächtigung und Emanzipation des Subjekts (zu erinnern ist in diesem Zusammenhang Ivan Illichs altes Interventionsplädoyer für die Entschulung der Gesellschaft; er kritisierte etwa die gut gemeinten Alphabetisierungskampagnen in Latein- und Mittelamerika, sie würden traditionelle Strategien der Selbst- und Weltaneignung verdrängen und damit stabile Sozialbindungen zerstören …). Film und Fernsehen haben die Menschen unterm Strich weder dümmer noch klüger gemacht; und sicher gibt es im Kino und TV viel Dummes, ebenso auch Gutes (und manche sagen hier: viel Gutes).

Indes: Aus einem Buch für sich Momente der Selbstbildung zu gewinnen, setzt Lesen (»Lese-Kompetenz«) nicht zwingend voraus. Edward P. Thompson hat in seiner Großstudie ›The Making of the English Working Class‹ (1963) darauf hingewiesen, dass es im neunzehnten Jahrhundert in Proletarierhaushalten – nebenbei: das sind Haushalte, wo mehrere Familien in kleinen Wohnungen zusammen hausen – durchaus üblich war, etwa Karl Marx’ ›Das Kapital‹ in der Küche im Regal stehen zu haben. Lesen konnten die wenigstens, wer es konnte, las in den wenigen Stunden der Freizeit den anderen vor; was drin steht in diesem Buch, wusste man mithin aus der Fabrik, erfuhr man tagtäglich am eigenen Leib. Allein zu ahnen, dass hier aber erklärt wird, warum das Leben in Manchester, Liverpool, London etc. so ist wie es ist, war initial für die Lektüre des Buches, auch wenn man es selber gar nicht lesen konnte.


MEHR ZUM THEMA.
Hey Ihr Dreiecke!
Aufgepasst!
Es regnet Rechtecke!
Hey Ihr Dreiecke! Aufgepasst! Es regnet Rechtecke!

Dieses wunderschöne Buch – ein Kinderbuch aus der Reihe der ohnehin wunderschönen Kinderbücher des Phaidon-Verlags* – ist heute mit der Post gekommen, und will alsbald besprochen sein! Allerdings ist Josef Albers nicht der Autor des Buches: Vielmehr ist er der Künstler (noch genauer: er und Studierende) der (die) hier mit Arbeiten vorgestellt werden; eine namentlich nicht erwähnte Person …

Kosmos
Kosmos

»Ich fange den Druck meines Werkes (des Werks meines Lebens) an. Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt, alles was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in Einem Werke darzustellen, und in einem Werke, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das …

Notizen zum digitalen Zeitalter 1

Hat Rousseau seinen ›Emile‹ auf dem Laptop geschrieben? – Nein, natürlich nicht. – Aber was wäre, wenn er es getan hätte?
Rousseau hat eine Pädagogik geschrieben, keine Bildungstheorie. Ganz im Sinne einer Dialektik der Aufklärung sind Rousseaus Empfehlungen von 1762 ambivalent, einmal progressiv-liberal, einmal regressiv-autoritär. ›Émile ou de l’éducation‹ ist eines der Grundbücher bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen, signifikant für das historische Kraftfeld der Theorie und Praxis, das das Frankreich und überhaupt das Europa des achtzehnten Jahrhunderts durchströmt.

Lebenswege und Lernräume

Hannelore Faulstich-Wieland & Peter Faulstich, ›Lebenswege und Lernräume. Martha Muchow: Leben, Werk und Weiterwirken‹, Beltz Juventa: Weinheim und Basel 2012, 178 S. brosch.



AUS DEM ARCHIV: POSTURBANISMUS.

Postfunktionalistischer Urbanismus
und gelebter Raum

Heinz Paetzold hatte sich über die Jahrzehnte auch Hamburg als gelebten Raum erschlossen, mochte es, durch die verschiedenen Zonen der hanseatischen Innenstadt zu flanieren, liebte ausgedehnte Spaziergänge an der Alster oder am Elbufer entlang. Mit seinen Erkundungen setzte er gleichsam fort, was Jahrzehnte zuvor Ernst Cassirer, Aby Warburg oder Martha Muchow in und an Hamburg entdeckten, bevor auch hier der nationalsozialistische Terror losschlug; die Spuren, die hier noch zu finden sind, aktualisierte Paetzold mit seinem Programm einer transzendentalkritischen Kulturphilosophie, an der er seit den späten neunzehnhundertsiebziger Jahren arbeitete.
(Editorische Notiz zu zwei Texten von Heinz Paetzold.)


AUS DEM ARCHIV: POPKULTURINDUSTRIE.
Tonspurensuche

Als Blochs Hauptwerk ›Das Prinzip Hoffnung‹ in drei Bänden 1954, 1955 und 1959 erscheint, konstituiert sich eine neue Kultur, die sich programmatisch auf die Zukunft richtet: Ausgehend von der (britischen) Pop-Art entwickelt sich die Popkultur (initiale Ausstellung in London 1956: ›This is Tomorrow‹); Musik – Rock ’n’ Roll, Soul, ergo Popmusik – wird schnell zur neuen Leitkunst. In Blochs Philosophie schimmert einiges an Motiven durch, die sich auch im Pop und der Popmusik wiederfinden lassen – zumindest wenn man sich drauf einlässt, diese Motive auch zu finden, zumal in Hinblick auf das Grundmotiv Hoffnung. Mithin ist dieses Sich-Einlassen gerade deshalb möglich, weil das Verhältnis von Bloch und Pop mehr als disparat bleibt – ja, tatsächlich haben Bloch und Pop wenig miteinander zu tun (gehabt), schließlich gar nichts, was die Popmusik angeht. Der Beitrag versucht allerdings nichtsdestotrotz Ernst Blochs Philosophie, auch Musikphilosophie, mit Pop und Popmusik zusammenzubringen – oder wenigstens zusammen zu hören.



REZENSIONEN: PAPIER.

Einbahnstraße Einbahnstraße
Wolfgang Welsch (Hg.), ›Wege aus der Moderne. Schlüsseltexte der Postmoderne-Debatte‹, VCH Verlagsgesellschaft: Weinheim 1988, 326 S. kart.
Unbehagen Unbehagen
Anja Steidinger, ›Unbehagen. Selbst-Repräsentationen von Krisen‹, Verlag Silke Schreiber: München 2016, 307 S. kart. mit 12 s/w-Abb.
Benjamin im Raubdruck Benjamin im Raubdruck
Albrecht Götz von Olenhusen, ›»Der Weg vom Manuscript zum gedruckten Text ist länger, als er bisher je gewesen ist.« Walter Benjamin im Raubdruck 1969 bis 1996‹, Lengwil am Bodensee: Libelle 1997
Perspektiven und Konstellationen kritischer Theorie Perspektiven und Konstellationen kritischer Theorie
Dirk Martin, Susanne Martin, Jens Wissel (Hg.), ›Perspektiven und Konstellationen kritischer Theorie‹, Westfälisches Dampfboot: Münster 2014, 316 S. brosch.
Kulturindustrie und Sozialwissenschaften Kulturindustrie und Sozialwissenschaften
Susanne Martin & Christine Resch (Hg.), ›Kulturindustrie und Sozialwissenschaften‹, Westfälisches Dampfboot: Münster 2014, 213 S. brosch.
Form, Theorie, Inhalt, Kunst Form, Theorie, Inhalt, Kunst
Helmut Draxler & Tanja Widmann (Hg.), ›Ein kritischer Modus? Die Form der Theorie und der Inhalt der Kunst‹, Schlebrügge.Editor: Wien 2013, 328 S. brosch. m. zahlr. Abb. in Farbe & s/w.
Wo stehst du mit deiner Kunst, Kollege? Wo stehst du mit deiner Kunst, Kollege?
Bernd Langer, ›Kunst und Kampf. Werke und Aktionen aus 30 Jahren‹, Unrast Verlag: Münster 2016, 256 S. brosch. m. zahlr. farb. Abb.
Mehr aus der
Schublade:
Papier.
REZENSIONEN: KINO & SOUND.

Schöne Ghettowelt Schöne Ghettowelt
Blumfeld, ›Die Welt ist schön. Drei Singles 1991 / 92‹, CD / EP: ZickZack / WSFA 2002.
Rosa Luxemburg im botanischen Garten Rosa Luxemburg im botanischen Garten
Rolf Schwendter, ›Rosa Luxemburg im botanischen Garten. Lieder zur Kindertrommel‹, CD: Transmitter / MedienXperimente 1998.
Die letzten Mohikanerinnen Die letzten Mohikanerinnen
A Tribe Called Knarf, ›Es ist die Wahrheit, obwohl es nie passierte‹, CD / LP+dl: Staatsakt / Universal Music 2015.
Der Soundtrack der Republik Der Soundtrack der Republik
V/A, ›Spanien im Herzen – Lieder des Spanischen Bürgerkrieges‹, 7-CD/1-DVD Box mit Begleitbuch, hg. und Text von Jürgen Schebera, Bear Family Records 2014.
Alles, was ich bin Alles, was ich bin
Udo Jürgens, ›Udo ’80‹, LP: Ariola 1979.
Peter Weiss, Filme Peter Weiss, Filme
›Peter Weiss: Filme‹, vorgestellt von Harun Farocki, DVD und Booklet (hg. von Hark Machnik und Reiner Niehoff), Absolut Medien / Filmedition Suhrkamp: Berlin 2012.
Songs for Joy Songs for Joy
Carsten Meyer, Jacques Palminger und Chris Dietermann, ›Songs For Joy‹, 2009, CD.
Die moderne Stadt Die moderne Stadt
›Die moderne Stadt‹, hg. von Ralph Eue, Florian Wüst, absolut medien: DVD, 2015.
Mehr aus den
Schubladen:
Sound.
Kino.
WEITERE TEXTE.