Roger
Aufrechter Gang
»Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen; so schwer ist der aufrechte Gang.« – Ernst Bloch
2015
Das Ende der Ästhetik
Zu sagen, Otto Karl Werckmeister beschäftigt sich mit Bildern, klingt banal – aber gar nicht mal, weil Werckmeister Kunsthistoriker ist und sich die Kunstwissenschaft ohnehin mit Bildern beschäftigt, sondern weil sich jede Theorie – sei es Gesellschaftstheorie oder Theorie über die Zusammenhänge der Natur – mit Bildern beschäftigt: das dem Griechischen entlehnte Wort ›Theorie‹ heißt wörtlich ›die Schau des Göttlichen‹ (das Wort ›Theater‹ leitet sich aus demselben etymologischen Stamm ab).
2015
»Die Zeit der Distinktionen ist vorbei« – Günther Anders vs. Martin Heidegger
»Die Antwort auf Feuer ist nicht Prometheus, sondern Wasser. Es gibt Situationen, in denen auf Ursprüngen zu bestehen, unmoralisch ist.« Günther Anders, Frömmigkeitsphilosophie (S.
2015
Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie
Weder der einhundertste Geburtstag Herbert Marcuses im vergangenen Jahr noch der zwanzigste Todestag in diesem Jahr fanden auf dem Buchmarkt größere Beachtung; in der Presse gab es einige Erinnerungsberichte und Aktualisierungsversuche, eine Gedenktagung in Berkeley und die InkriT-Tagung in Berlin – beide 1998 – blieben die Ausnahmen.
2015
Philosophie und Psychoanalyse
Mit ›Philosophie und Psychoanalyse‹ liegt nach ›Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie‹ und ›Kunst und Befreiung‹ nun der dritte Band der ›Nachgelassenen Schriften› Herbert Marcuses vor; herausgegeben von Peter-Erwin Jansen versammelt jeder Band nicht nur bisher schwer oder kaum zugängliche Artikel, Vorlesungsmanuskripte und Interviews Marcuse, sondern auch biografisches Material, Fotografien und Faksimiles.
2015
Menschliche Natur und radikale Praxis
»Im Gegensatz zu dieser [i. e. konformistischen] Ideologie bestehe ich darauf, dass es so etwas wie eine unveränderliche menschliche Natur nicht gibt.« – Herbert Marcuse, ›Ökologie und Gesellschaftskritik‹ (S.
2015
Ziel
»Das Ziel radikaler Veränderung heute ist die Entstehung von Menschen, die weder physisch noch geistig in der Lage sind, ein neues Auschwitz zu erfinden.« – Herbert Marcuse
2015
Psychische Neutralität und soziale Konformität
Herbert Marcuse, der 1934 in die Vereinigten Staaten nach New York emigrierte, arbeitete von 1942 bis 1951 für den US-amerikanischen Geheimdienst, etwa für das Office of Strategic Services und andere Abteilungen des State Departments, mit der Aufgabe, in Forschungsberichten über die Bedingungen und Merkmale des deutschen Nationalsozialismus aufzuklären, um den Krieg gegen Deutschland auch auf der Ebene der antifaschistischen Propaganda gezielt zu führen und letztendlich den Terror in Europa zu besiegen, Nazideutschland zu zerschlagen.
2015
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Dieses Buch verspricht gut zu sein und wenn es das böte, was der Titel ankündigt, dann wäre es das auch: Eine Autobiografie der Sechziger, als beides – eine politische Autobiografie der Sechziger und eine Autobiografie der politischen Sechziger.
2015
Die Welt als Text und der Text als Welt. Umberto Ecos ›Streit der Interpretationen‹
Der neunzehnhundertzweiunddreißig geborene Umberto Eco wurde nicht nur als Schriftsteller durch Romane wie ›Der Name der Rose‹ von 1980 oder ›Das Foucaultsche Pendel‹ von 1988 bekannt, sondern durch seine zahlreichen theoretischen, gesellschafts- und kulturkritischen Arbeiten auch als Literaturwissenschaftler.
2015