Entkorkte Flaschenpost
Hanning Voigts, ›Entkorkte Flaschenpost. Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno und der Streit um die Neue Linke‹, Reihe: Politische Theorie Bd. 11, LIT Verlag: Berlin, Münster et al. 2009, 200 S. brosch. (135)
Kapitalismus und Opposition
Herbert Marcuse, ›Kapitalismus und Opposition. Vorlesungen zum eindimensionalen Menschen. Paris, Vincennes 1974‹, hg. von Lisa Doppler, Peter-Erwin Jansen, Alexander Neupert-Doppler, zu Klampen Verlag: Springe 2017, 160 S. brosch. Rezension des Bandes folgt (als Ergänzung meiner Einleitung; siehe: hier.) (184)
Kommunistischer Realismus
Meinhard Creydt, ›46 Fragen zur nachkapitalistischen Zukunft. Erfahrungen, Analysen, Vorschläge‹, Westfälisches Dampfboot: Münster 2016, 245 S. brosch. (125)
Bildung, Bildungstheorie (Notiz)
Was überhaupt heute, in aller Vielfalt, als Bildungsbegriff oder -begriffe, was an Überlegungen und Vorschlägen zu Bildung, Ausbildung, Schule und Beruf, Erziehung und Pädagogik etc. in die Debatte gebracht wird, ist ein Bestand, der in seinen verschiedensten Theorien bereits in den 1970er und 1980er Jahren festgestellt war. (Das hat zu tun mit: Postmoderne, freilich: Lyotard, ›Das postmoderne Wissen‹ …)
Virulent ist die Abgeschlossenheit von Bildungstheorien in Hinblick auf die Bildungspraxis: Was bedeuten Theorien auf dem Stand von 1980, wenn sie für das 21. Jahrhundert schlichtweg wiederholt werden? – Relevant ist das vor allem kritisch gerade für den Bereich kritischer Bildungstheorie (die auch insofern sich kritisch verstand, als dass sie – historisch-materialistisch – immer schon auf Praxis, ergo kritische Bildungspraxis orientiert war …): für Heydorn, für Schmied-Kowarzik u. a.
Revolutionäre für Adorno
Ben Watson, ›Adorno for Revolutionaries‹, Unkant Publishing 2011, 258 S. brosch. (98)
Tonspurensuche
Als Blochs Hauptwerk ›Das Prinzip Hoffnung‹ in drei Bänden 1954, 1955 und 1959 erscheint, konstituiert sich eine neue Kultur, die sich programmatisch auf die Zukunft richtet: Ausgehend von der (britischen) Pop-Art entwickelt sich die Popkultur (initiale Ausstellung in London 1956: ›This is Tomorrow‹); Musik – Rock ’n’ Roll, Soul, ergo Popmusik – wird schnell zur neuen Leitkunst. In Blochs Philosophie schimmert einiges an Motiven durch, die sich auch im Pop und der Popmusik wiederfinden lassen – zumindest wenn man sich drauf einlässt, diese Motive auch zu finden, zumal in Hinblick auf das Grundmotiv Hoffnung. Mithin ist dieses Sich-Einlassen gerade deshalb möglich, weil das Verhältnis von Bloch und Pop mehr als disparat bleibt – ja, tatsächlich haben Bloch und Pop wenig miteinander zu tun (gehabt), schließlich gar nichts, was die Popmusik angeht. Der Beitrag versucht allerdings nichtsdestotrotz Ernst Blochs Philosophie, auch Musikphilosophie, mit Pop und Popmusik zusammenzubringen – oder wenigstens zusammen zu hören.











