Streifzüge 67

Die Streifzüge 67 (Sommer 2016) sind erschienen. Thema: Alltag.
Zum Inhalt: hier (Link öffnet neue Seite).

Ich nehme das Thema zum Anlass für nach und nach folgende Überlegungen dazu: Alltag, Alltagsleben, Kritik der Alltäglichkeit …

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»Wir handeln weiter, wir können ja nicht anders, und erkennen einander am Handeln. Neben allen Motorenumdrehungen, Schaltkreisschlüssen, Windverwehungen imponieren uns einige Bewegungen, die mit Gründen angereichert werden. Da sind wir bei uns.« – Rudolf Lüscher

Das ist der Alltag unter den Bedingungen der Alltäglichkeit: ein kapitalistischer Alltag inmitten kapitalistischer Alltäglichkeit. Wir können ja nichts anders, heißt es bei Rudolf Lüscher, der mit diesen Worten seinen ›Versuch über den fordistischen Sozialcharakter‹, nämlich das als Dissertation geplante Buch ›Henry und die Krümelmonster‹ einleitet.
Alltag und Alltäglichkeit im Kapitalismus sind durch Differenz und Wiederholung gekennzeichnet: Die ewige Wiederkehr des Gleichen, das ewig Gleiche, das sich als das Neue verkleidet (und das Neue selbst eines der tragenden Ideologeme der Moderne, ja der Urgeschichte der Modernität bereits wesentlich), ergo: »die ewige Wiederkehr des Neuen« (Benjamin), und das ist die Mode.

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