Freibaduniversität
August 2015
›Ästhetisierung der Politik, Politisierung der Kunst, Ästhetik des Widerstands‹
Im Verlauf der neunziger Jahre verschwindet das Interesse an Peter Weiss und der emanzipatorischen Aktualisierung der ›Ästhetik des Widerstands‹; die wirkliche Bewegung der radikalen Linken läuft ins Leere, die Versuche einer Politisierung der Kunst wenden sich ins affirmativ-banale – wobei mit der Ausweitung des »Kunstfeldes« gleichzeitig ein umfangreiches und vielfältiges »Politisch-Werden« der Kunst reklamiert wird, das sich zunächst in besonderen, dann auch allgemeinen subkulturellen Formierungen widerspiegelt.
Radiobücherkiste
Juli 2015
Thema der Radiobücherkiste am 17. Juli 2015: Utopie / Ende der Utopie / Kommunismus / Kapitalistischer Realismus / Grundsätze Stichpunkte zur Sendung, Literatur: a) Utopie. Alexander Neupert-Doppler, ›Utopie‹, Schmetterlingsverlag / theorie.org: Stuttgart 2015, 196 Seiten, Paperback. b) Das Ende der Utopie. Herbert Marcuse, ›Das Ende der Utopie. Herbert Marcuse diskutiert mit Studenten und Professoren Westberlins an der Freien …
Freibaduniversität
Juli 2015
›Was tun? Überlegungen zum neuen Kommunismus und zur elften Feuerbachthese von Marx‹
Das aktionistische Gepolter von der bevorstehenden Revolution, Idee des Kommunismus, Erwachen der Geschichte etc. ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls reaktionärer, oder, in bewährter Terminologie gesagt, konterrevolutionärer Verrat am realen Humanismus.
Die Paralyse der Kritik wird durch eine Form des Krititainments gedeckelt. Die Revolution erklärt mittlerweile Russell Brand.
Transzendentale Akustik / Digitale Musik
Die nächste Ausgabe der ›Testcard‹ widmet sich dem Themenkomplex Digitalität / das Digitale / digitales Zeitalter / digitales Leben etc. pp. unter dem Titel: ›Bug Report – digital ist besser‹; das Heft bzw. Buch erscheint voraussichtlich im November. Zeit genug, um sich auch im Rahmen der Sendereihe ›Transzendentale Akustik‹ dem Themenkomplex zu widmen.
Was ist also »digital«? – Zunächst ein Fachbegriff, der nicht mehr als ein bestimmtes physikalisches Vermittlungsverhältnis bezeichnet, nämlich eines, das nicht analog ist. »Typisch für digitale Systeme ist die unstetige, ziffernmäßige Arbeitsweise. Typisch für analoge Systeme, ist die Tatsache, dass verschiedene Systeme durch dieselben mathematischen Gesetzte beschrieben werden … Digital ist eine Sonderform diskreter Arbeitsweise, synonym mit numerisch bzw. ziffernmäßig.« (Karl Steinbuch, ›Die informierte Gesellschaft‹, Reinbek b. Hbg. 1968, S. 151 f.) Es geht um Kalkulation und Kybernetik; die digitale Arbeitsmaschine ist der Rechenapparat, also der Computer. Es gibt freilich auch analoge Rechengeräte; entscheidend für die digitale Technik sind die Bauteile und ihre Funktionsweise, nämlich mikroelektronische Schaltkreise, Prozessoren mit enormer Rechenleistung, die die Fähigkeiten menschlicher Hand- und Kopfarbeit bei weitem überbieten.
Audio im Netz
Hier entsteht eine Sammlung von Audio-Beiträgen (Radiosendungen, Vortragsmitschnitte etc.).
Fritz Bauer /
Michaela Melián /
IN A MIST
Statement zu: Michaela Meliáns Produktion ›IN A MIST‹, BR – Bayerischer Rundfunk, 9. Mai 2014, Text vom 28. Januar 2014. Um einen vielschichtigen Blick auf das Theaterstück »Fritz Bauer« (1928/29) von Natalia Saz zu ermöglichen, hat Michaela Melián Experten interviewt und deren Statements verschriftlicht. Das Statement von Roger Behrens (Philosoph/Sozialwissenschaftler) wird gelesen von Lorenz Schuster. Link zur Sendung …




