Ohne große Herumeierei
»Eine Trauerweide bauscht sich kokett, Ein Zweig bricht ab und wird von dem Großen Strom mitgerissen Er sagt mit nassen Augen: ›Hier hat der liebe Gott hingeschissen.‹« – Almut Klotz (S. 7) Eine Liebesgeschichte. Almut Klotz, 1962 geboren. Lassie Singers, Flittchen Records, Parole Trixie, Popchor Berlin etc. Klotz und Dabeler heiraten im Mai 2013. Am 15. August 2013 …
Aber hier leben,
nein danke!
Um gleich mit der Tür ins Haus oder besser: dem Tor in die Stadt zu fallen – Henri Lefebvres Le droit à la ville ist ein wichtiges Buch, und es ist ein gutes Buch. Deshalb ist es wichtig und gut, dass es jetzt endlich ins Deutsche übersetzt vorliegt. Der Nautilus-Verlag hat Das Recht auf Stadt in seine Reihe …
Bück Dich hoch!
Vorneweg: »An die Stelle einer Oikodizee, eines verbindlichen Diskurses zur Vernünftigkeit, Nützlichkeit und letztlich Meta-Ethik des Kapitalismus (aus der Gier der Vielen wird die Gerechtigkeit des Ganzen) tritt eine neue Verbindung von Ökonomie und Unterhaltung. Das Zerbrechen der ›großen Erzählung‹ des Marktes – als letzter und größter der großen Erzählungen – hinterlässt einen gewaltigen Scherbenhaufen aus Anekdoten, Metaphern, …
Augen weit geschlossen
Nach wie vor eines der wichtigsten und besten Bücher über Stanley Kubrick und seine Filme. Rezension folgt (7|2016, rb) Georg Seeßlen & Fernand Jung, ›Stanley Kubrick und seine Filme‹, in Zusammenarbeit mit Arte TV, Schüren Verlag: Marburg 2008 (3. verb. Aufl.), 320 S. brosch. (58)
Schöne Ghettowelt
Rassismus, Antisemitismus, Ressentiments definieren eine politische Normalität, die nicht länger auf Konzepte der Agitation und Aufklärung vertrauen lässt. Was Anfang der Neunziger schon als gescheitertes Programm der allerletzten K-Gruppen feststand und mit dem Zusammenbruch des realen Sozialismus unterging, hat sich in den vergangenen zehn Jahren auch als kulturelles Modell erledigt: In der neuen Mitte hat sich das Dumpfe eingerichtet, ein Sozialcharakter, der seine psychohistorische Parallele hat: ›Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches‹. Unter der Oberfläche sozialistischer, auch antifaschistischer Politik war bereits 1932 ein autoritärer wie ohnmächtiger Konformismus zu verzeichnen. Von »zynischer Sachlichkeit« spricht Marcuse später in seinen ›Feindanalysen‹ über Nazideutschland. Als Triebstruktur hat sich dieses System länsgt wieder etabliert, die ›Diktatur der Angepassten‹ nannten es Blumfeld auf dem Album ›Testament der Angst‹.







