Die Neuzeit verbrennt ihren Erfinder
Anne Eusterschultes Einführung zu Leben und Werk des Renaissance-Philosophen Giordano Bruno … (Rezension folgt.) Anne Eusterschulte, ›Giordano Bruno zur Einführung‹, Junius Verlag: Hamburg 1997, 176 S. brosch. (Die Besprechung erschien zuerst in ›Deutsche Lehrer Zeitung‹, DLZ Nr. 33 / 34, 21. August 1997.) (33)
Visionen,
Entwürfe,
Gebautes
(Ein fulminantes Kompendium, unverzichtbar für den Einblick und Überblick, wenn es um Stadt, um ihre Geschichte und Utopie im zwanzigsten Jahrhundert geht. Lampugnani beleuchtet das in allen Facetten: »Visionen, Entwürfe, Gebautes« – so der Untertitel. Begründet steht »Visionen am Anfang«, denn die Stadt im zwanzigsten Jahrhundert ist vor allem das, auch wo sie in Stein, Straßen und Strukturen …
Durruti
Aus gegebenem Anlass: Achtzig Jahre Spanische Revolution! Abel Paz, ›Durruti. Leben und Tode des spanischen Anarchisten‹, aus dem Spanischen von Luís Bredlow, Edition Nautilus: Hamburg 1994, 734 S. m. 180 Abb. Mehrfach Neuauflagen! (33)
Wo noch niemand war
»Wo noch niemand war«, dann ein Doppelpunkt und das Schlusswort: »Heimat«. Damit endet das über eintausendsechshundert Seiten umfassende Hauptwerk ›Das Prinzip Hoffnung‹ des marxistischen Philosophen Ernst Bloch. »Heimat« ist Gegenbegriff zur Enge der nach Blut und Boden stinkenden Scholle, Gegenbegriff zur reaktionären Ideologie von Herkunft und Zugehörigkeit; bei Bloch gibt sie der konkreten Utopie Konturen, beschreibt das erst …
Das Technopol
Thesen 1. Die Technologie, über die noch in den 1990er Jahren diskutiert wurde, ob sie nicht Entmündigung befördern würde, gilt heute uneingeschränkt als Technologie der Mündigkeit. – Die Frage war damals, skeptisch: ob Mündigkeit politisch trotz digitaler Technik überhaupt möglich ist, oder affirmativ: in welcher Weise die digitale Technik die politische Mündigkeit erweitert oder stabilisiert. Heute gilt allenthalben, …
Eine Hölle namens Europa
Markus Metz und Georg Seeßlen haben ein weiteres Buch zusammen geschrieben. Es liegt in der gesellschaftlichen Natur der Sache, dass das, was sich bei ›Blödmaschinen‹ schon längst anzeigte und eigentlich, soweit ich es überblicken kann, ohnehin bei allen Publikationen von Seeßlen virulent ist: dass die Themen, die sich aufdrängen, mit Kulturkritik nichts mehr zu tun haben, weil sie …






