Einbahnstraße
Es ist über Bücher wie dieser von Wolfgang Welsch 1988 herausgegebener Sammelband alles gesagt worden, und zwar in der Logik der Sache und mitten auf dem Themenfeld liegend, dass durch die großräumig angesetzten Diskussionen um Moderne versus Postmoderne Ende der 1980er und Anfang der 1990er kaum begrenzt schien (bzw. selbst wie das Passepartout anmutete, das historisch stillstellend auf das Bild des seinen Sieg feiernden Kapitalismus gelegt werden konnte, um 1989).
Atlantropa
1. Auflage: Wolfgang Voigt, ›Atlantropa. Weltbauen am Mittelmeer. Ein Architektentraum der Moderne‹, Dölling und Galitz: Hamburg 1998, 144 S. geb. m. zahlr. Abb. (1. Aufl.) Eine zweite Auflage erschien 2007 bei Membran International GmbH: Hamburg 2007, ebenfalls 144 S. – mit DVD! (66)
Kosmos
»Ich fange den Druck meines Werkes (des Werks meines Lebens) an. Ich habe den tollen Einfall, die ganze materielle Welt, alles was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in Einem Werke darzustellen, und in einem Werke, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das …
Die Realität der symbolischen Formen
Heinz Paetzold, ›Die Realität der symbolischen Formen. Die Kulturphilosophie Ernst Cassirers im Kontext‹, wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt 1994, 189 S. brosch. Heinz Paetzold wäre am 20. September 2016 75 Jahre alt geworden. Er starb 2012 während einer Forschungsreise in China. Der Katzenberg Verlag plant die Herausgabe ›Ausgewählter Schriften‹ von Paetzold, u. a. auch die 1974 erschienene Neomarxistische Ästhetik, die …
Die Rettung der Nacht
Wolfgang Bock, ›Walter Benjamin – Die Rettung der Nacht. Sterne, Melancholie und Messianismus‹, Aisthesis Verlag: Bielefeld 2000, 474 S. brosch. mit zahl. Abb. (52)
Das Technopol
Thesen 1. Die Technologie, über die noch in den 1990er Jahren diskutiert wurde, ob sie nicht Entmündigung befördern würde, gilt heute uneingeschränkt als Technologie der Mündigkeit. – Die Frage war damals, skeptisch: ob Mündigkeit politisch trotz digitaler Technik überhaupt möglich ist, oder affirmativ: in welcher Weise die digitale Technik die politische Mündigkeit erweitert oder stabilisiert. Heute gilt allenthalben, …
Eine Hölle namens Europa
Markus Metz und Georg Seeßlen haben ein weiteres Buch zusammen geschrieben. Es liegt in der gesellschaftlichen Natur der Sache, dass das, was sich bei ›Blödmaschinen‹ schon längst anzeigte und eigentlich, soweit ich es überblicken kann, ohnehin bei allen Publikationen von Seeßlen virulent ist: dass die Themen, die sich aufdrängen, mit Kulturkritik nichts mehr zu tun haben, weil sie …
Schöne Ghettowelt
Rassismus, Antisemitismus, Ressentiments definieren eine politische Normalität, die nicht länger auf Konzepte der Agitation und Aufklärung vertrauen lässt. Was Anfang der Neunziger schon als gescheitertes Programm der allerletzten K-Gruppen feststand und mit dem Zusammenbruch des realen Sozialismus unterging, hat sich in den vergangenen zehn Jahren auch als kulturelles Modell erledigt: In der neuen Mitte hat sich das Dumpfe eingerichtet, ein Sozialcharakter, der seine psychohistorische Parallele hat: ›Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches‹. Unter der Oberfläche sozialistischer, auch antifaschistischer Politik war bereits 1932 ein autoritärer wie ohnmächtiger Konformismus zu verzeichnen. Von »zynischer Sachlichkeit« spricht Marcuse später in seinen ›Feindanalysen‹ über Nazideutschland. Als Triebstruktur hat sich dieses System länsgt wieder etabliert, die ›Diktatur der Angepassten‹ nannten es Blumfeld auf dem Album ›Testament der Angst‹.




