Kann Gestaltung Gesellschaft (verändern)?
Vier schnelle Bemerkungen, Thesen bzw. Fragen nach erster Durchsicht des Bandes: Erstens. – Was sich in der Moderne als Design herausbildet, resultiert aus fortschreitender Arbeitsteilung im Kapitalismus; im 19. Jahrhundert ist das mit der Industrialisierung verknüpft (Industriedesign auch als Design der Industrie!), im 20. Jahrhundert mit dem Fordismus (Funktionalismus und Rationalismus, Konsumgüterindustrie, Kulturindustrie), schließlich Postfordismus / Toyotismus (die …
Technologie und Kapital
Besprechung folgt, vor allem in Hinblick auf etwa: Richard Vahrenkamp (Hg.), ›Technologie und Kapital‹, Frankfurt am Main 1973 (Insb. wegen der Beiträge: Alfred Sohn-Rethel, ›Technische Intelligenz zwischen Kapitalismus und Sozialismus‹, S. 11 ff. Und: André Gorz, ›Technische Intelligenz und kapitalistische Arbeitsteilung‹, S. 94 ff.) (114)
Die Unwirklichkeit
unserer Städte
Gesellschaft ist konstitutiv urbaner Raum. Die soziale Utopie ist immer auch eine städtische Utopie, selbst dort und dann, wo das Utopische konfrontativ die Realstadt überschreitet. Idealstädte sind dabei buchstäblich utopisch, nämlich Entwürfe von Nicht-Orten; gegen die Realität bleiben und bleiben sie als Idealstädte weitgehend unwirklich. Erst zur Hochzeit der Moderne und auch ihres architektonischen Modernismus sind technische Mittel …
Zurück zum Beton (II)
»Der Wohnungsbau in der UdSSR zwischen 1955 und 1991 ist ein widersprüchliches Thema und wurde in der aktuellen Bauforschung bislang kaum beachtet. Anliegen und Anspruch dieser derzeit umfassendsten Forschungsarbeit zum Wohnungsbau in der Sowjetunion ist eine angemessene Würdigung dieses größten Bauprogramms der modernen Architekturgeschichte in den Chroniken des 20. Jahrhunderts. Neben der Einordnung des Massenwohnungsbaus in den bauhistorischen …
Der Gesellschaftsbiograf:
Siegfried Kracauers Errettung der äußeren Wirklichkeit
»Wenn der Unterbau in Ordnung wäre, dürfte man ruhig im Überbau leben.« Siegfried Kracauer »Die Errettung der äußeren Wirklichkeit« lautet der Untertitel von Siegfried Kracauers 1960 erschienenem, monumentalen Hauptwerk ›Theorie des Films‹. »Die Errettung der äußeren Wirklichkeit« – das ist zugleich Kracauers Programm einer kritischen Theorie in nuce; ein Satz, der ohne weiteres als Forderung zu lesen ist …







