Jahrhundertwende
Wolfgang Fritz Haug: »Mir scheint, dass man in anderer Hinsicht sagen könnte: so wenig Anfang wie im Moment war noch nie. Es scheint keine Energien, keine Phantasie, keine Kräfte, keine Handlungsfähigkeit zu geben, um dieses herumliegende Material zu bearbeiten.« (›Ende der Nachkriegszeit – Ende des Antifaschismus?‹, Oskar Negt im Gespräch mit Wolfgang Fritz Haug, in: ›Das Argument. Zeitschrift …
The Political Sphere
in Art Practices
The website project »The Political Sphere in Art Practices« is offering key findings, which were gained from interviews that artist Martin Krenn conducted with experts of the field of social practice art. The interviewees are Grant Kester, Margit Czenki, Christoph Schäfer, Roger Behrens, Neala Schleuning, Mary Jane Jacob, Gregory Sholette and Nora Sternfeld.
The project provides an interactive dialogical platform constructed as a modular system of questions, answers and categories. It serves as an artistic research tool for artists, critics, academics and other people interested in the subject. Krenn offers a meditative and contemplative way of discussing art theory and art practice.
Funktionalismus gestern
In der kapitalistischen Klassengesellschaft ist der Funktionalismus von Anfang an mit dem Widerspruch behaftet gewesen, sofern nach seinen Maßgaben versucht wurde, eine Gesellschaft zu funktionalisieren, die strukturell gar nicht funktionalisierbar ist.
Notizen zum digitalen Zeitalter 1
Hat Rousseau seinen ›Emile‹ auf dem Laptop geschrieben? – Nein, natürlich nicht. – Aber was wäre, wenn er es getan hätte?
Rousseau hat eine Pädagogik geschrieben, keine Bildungstheorie. Ganz im Sinne einer Dialektik der Aufklärung sind Rousseaus Empfehlungen von 1762 ambivalent, einmal progressiv-liberal, einmal regressiv-autoritär. ›Émile ou de l’éducation‹ ist eines der Grundbücher bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen, signifikant für das historische Kraftfeld der Theorie und Praxis, das das Frankreich und überhaupt das Europa des achtzehnten Jahrhunderts durchströmt.
Hallenbaduniversität
November 2015
Thema: Begriffe und Bilder der Gewalt Zur Einführung: Noch einmal eine kleine Erinnerung an den Pop, an die Popmusik 1965 und überhaupt: Im und als Pop erweiterte Kulturindustrie seit den 1960er Jahren. Es geht um Gewalt; genauer: um den Status, nämlich Begriffe und Bilder der Gewalt im … … Zeitalter der Extreme (Hobsbawm). … Zeitalter des Exterminismus (Thompson). …
Der Soundtrack der Republik
Es folgt noch eine ausführliche Rezension. Hier jedenfalls schon einmal der Hinweis: Wer aus der bevorstehenden Festtagszeit einen roten Advent machen möchte und die Musik dazu sucht, findet sie hier: V/A, ›Spanien im Herzen – Lieder des Spanischen Bürgerkrieges‹, 7-CD/1-DVD Box mit Begleitbuch, hg. und Text von Jürgen Schebera, Bear Family Records 2014. Mehr: hier. (29)
Der Widerspruch der Kunst
Ist Kunst von Gebrauchsprodukten, Kitsch und Reklame nicht mehr zu unterscheiden oder kann sie immer auch ein »Anderes« gegenüber der Gesellschaft darstellen? Den Umgang mit den Widersprüchen, denen die Kunst unausweichlich ausgesetzt ist, untersuchen die elf Beiträge des vorliegenden Sammelbandes und geben dabei Auskunft über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaftskritik in der Kulturindustrie.




