Bildungsphilosophie und pädagogische Praxis

Von der Verlagsseite:
»Unter dem Diktum der ›Anwendungsorientierung‹ schwindet das Bewusstsein für die Bedeutung einer philosophischen und theoretischen Reflexion von Bildung. Die Frage ›Wozu brauchen wir das?‹ erscheint häufiger in erziehungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen. Doch stellt für pädagogische Theorie und Praxis der Bildungsbegriff eine unverzichtbare Orientierungskategorie dar. Oder lässt sich auch ohne den Bezug auf eine Idee von Bildung verantwortliches pädagogisches Handeln denken? Eine neue, Handeln und Philosophieren verbindende, Diskussion des Begriffs und der Aufgabe von Bildung erscheint unverzichtbar, wenn die (Selbst-)Verpflichtung der Pädagogik der Ermöglichung der Entfaltung jedes und jeder Einzelnen und damit der Emanzipation aus persönlicher und gesellschaftlicher Unfreiheit ernst genommen werden soll. In Anbetracht des aktuellen Stands der bildungs- und subjekttheoretischen Diskussion können jedoch – gerade auch in herrschaftskritischer Absicht – neben dem Bildungsbegriff selbst, auch einstmals hoffnungsvolle Kategorien wie ›Emanzipation‹ und ›Entfaltung‹ von einer grundlegenden Verunsicherung und einer notwendigen reflexiven Befragung nicht ausgenommen werden.Der Band versammelt Beiträge, die den Zusammenhang aus allgemeinpädagogischer, ungleichheitstheoretischer und kompetenzkritischer Perspektive diskutieren.«

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Rezension folgt (rb, 2|2017).

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