Welt, Bild – Weltbild – Bildung
Die Welt ist in der Krise in existenzbedrohlicher Weise seit dem Ersten Weltkrieg; das Bürgertum hatte das in »seiner Welt« bereits als tiefgreifende Entfremdung registriert (»transzendentale Obdachlosigkeit«); dass es sich dabei um eine fundamentale Krise handelt, erinnerte im Sinne Marxscher Kritik der politischen Ökonomie Rosa Luxemburg.
Zur Bildung von Spielzeug-Welten
Zur Bildung von Spielzeug-Welten (Kolonialisierung der Kindheit) 1. Bildung wird seit Humboldt begriffen als Selbst- und Weltaneignung; der Idealismus systematisierte das in seiner Hochphase, nämlich der Philosophie Hegels, als Phänomenologie des Geistes: Selbst- und Weltaneignung gehen als Bildungsprozess zusammen, das Selbstbewusstsein ist Weltwissen. Bei Hegel ist dieser Prozess schon ganz auf Arbeit eingestellt; Schiller hatte das ein paar …
Kritik der Digitalität
1. – Die kulturelle Transformation, die Digitalität bedeuten soll, ist erst einmal eine gesellschaftliche Transformation.
2. – Geschichtsmaterialistisch ist diese Transformation als Produktivkraftentwicklung beschrieben worden.
Hamburger Dispute …
Roger Behrens, Frank Beiler, Olaf Sanders (Hg.), ›Zukunftsthemen der Bildungsphilosophie. Hamburger Dispute 1‹, Hamburg 2022, 296 S. brosch. (digital).
Eine Pädagogik der Hoffnung
»Hoffnung« bestimmte Paolo Freire noch 1996, wenige Monate vor seinem Tod, »als Grundcharakter der Erziehung«; begriffen ist das »im Prozess der Entstehung menschlicher Existenz«, in der »existenziellen Erfahrung«, in der sich der Mensch als »soziales Wesen« erkennt, »das sich seines Seins in der Welt bewusst wird, womit es in eine Präsenz in der Welt übergeht«.
Was bei Freire existenziell, ja existenzialistisch gedacht ist, ergänzt Bloch dialektisch mit einer docta spes, nämlich einer begriffen-gelehrten Hoffnung, einer Hoffnung also, die sich pädagogisch an dem berichtigt, was objektiv-real möglich ist. Wie das umgesetzt werden kann, hat bekanntlich Freire in seiner ›Pädagogik der Unterdrückten‹ als, mit und in Aktionsforschung ausgeführt.
Die Wiederkehr des Faschismus – Notiz
Zusätzlich zu diesen Notizen, die freilich noch nicht die Rezension sein sollen, habe ich gestern in der Freibaduniversität (1. Juni 2022, FSK) einen kleinen Bricht zu Masons ›Faschismus‹-Buch improvisiert. Am 8. Mai 2022, also am Tag der Befreiung, sendet ›ttt – titel, thesen, temperamente‹ einen Rezensionsbericht über und mit Paul Mason, es geht um sein neues Buch ›Faschismus. …
Und noch einmal Marx
Micha Brumlik, ›ad Ernst Bloch. Naturrecht und menschliche Würde‹, Europäische Verlagsanstalt: Hamburg 2022, 90 S. brosch.





