Abbildung: YNO, ›Kreise‹, Kugelschreiber auf Papier, 2. Okt. 2014.
ALLES.
Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie
Weder der einhundertste Geburtstag Herbert Marcuses im vergangenen Jahr noch der zwanzigste Todestag in diesem Jahr fanden auf dem Buchmarkt größere Beachtung; in der Presse gab es einige Erinnerungsberichte und Aktualisierungsversuche, eine Gedenktagung in Berkeley und die ...
Menschliche Natur und radikale Praxis
»Im Gegensatz zu dieser Ideologie bestehe ich darauf, dass es so etwas wie eine unveränderliche menschliche Natur nicht gibt.« – Herbert Marcuse, ›Ökologie und Gesellschaftskritik‹ (S. 176) Titelgebend für den (bislang) letzten Band der ...
Ziel
»Das Ziel radikaler Veränderung heute ist die Entstehung von Menschen, die weder physisch noch geistig in der Lage sind, ein neues Auschwitz zu erfinden.« – Herbert Marcuse
Psychische Neutralität und soziale Konformität
Herbert Marcuse, der 1934 in die Vereinigten Staaten nach New York emigrierte, arbeitete von 1942 bis 1951 für den US-amerikanischen Geheimdienst, etwa für das Office of Strategic Services und andere Abteilungen des State Departments, mit der Aufgabe, ...
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Dieses Buch verspricht gut zu sein und wenn es das böte, was der Titel ankündigt, dann wäre es das auch: Eine Autobiografie der Sechziger, als beides – eine politische Autobiografie ...
Die Welt als Text und der Text als Welt. Umberto Ecos ›Streit der Interpretationen‹
Der neunzehnhundertzweiunddreißig geborene Umberto Eco wurde nicht nur als Schriftsteller durch Romane wie ›Der Name der Rose‹ von 1980 oder ›Das Foucaultsche Pendel‹ von 1988 bekannt, sondern durch seine zahlreichen theoretischen, gesellschafts- und kulturkritischen Arbeiten auch als ...
Georg Forster, Fundstücke
»Ach! daß uns ja das edle Vorrecht bleibe, in-konsequent und inkalkulabel zu seyn!« (Georg Forster) »Man legt fast keine seiner Schriften aus der Hand, ohne sich nicht bloß zum Selbstdenken belebt und bereichert, sondern auch erweitert zu ...
Die Gesellschaft des Terrors
»Es gibt eine weit verbreitete Ansicht, der zufolge faschistischer Terror eine vorübergehende geschichtliche Phase sei, die glücklicherweise nun hinter uns liege. Ich kann mich dieser Ansicht nicht anschließen, sehe den Terror vielmehr als tief in der Dynamik ...
Der Klang des Scheiterns der Moderne
So wie die Moderne in der Malerei vielleicht mit Cézanne und in der Literatur gewiss mit Charles Baudelaire beginnt, so beginnt sie in der Musik etwa mit Gustav Mahler. Der Maler Paul Cézanne – er lebte von ...
»Das muffige Geschwür ›Etüde‹.« – Adornos Träume
»Das muffige Geschwür ›Etüde‹.« – Adorno, aus einem Traum Frankfurt am Main, Juli 1965, ›Traumprotokolle‹, S. 80. Am 26. Juni 1960 notiert Theodor W. Adorno während eines Aufenthaltes in Wien: »In der vorletzten Nacht träumte ich: es ...
»Die Welt nicht mehr verstehen« – Jean Améry
Améry war der erste fast und über Jahre der einzige, der den Antisemitismus nach Fünfundvierzig politisch skandalisierte; er dürfte der einzige gewesen sein, bis zu seinem Freitod 1978, der überhaupt den Antisemitismus in der Linken zum Thema ...